Kelheim Geschichte

 
Dass sowohl Kaiser Wilhelm II. als auch Adolf Hitler die Befreiungshalle bei Kelheim (Niederbayern) besuchen, ist natürlich kein Zufall, handelt es sich doch bei dem klassizistischen Rundbau auf dem Michelsberg über dem Zusammenfluss von Donau und Altmühl um ein Nationaldenkmal erster Güte und somit eine ideale Bühne für chauvinistische Selbstdarsteller.
Im Auftrag von König Ludwig I. von Bayern zur Erinnerung an die Befreiungskriege (Freiheitskriege) gegen Napoleon bzw. die Völkerschlacht bei Leipzig (18. Oktober 1813, deshalb auch achtzehneckiger Grundriss) von Friedrich von Gärtner und nach dessen Tod 1847 von Leo von Klenze errichtet, Skulpturen u. a. von Ludwig von Schwanthaler, Grundsteinlegung am 19. Oktober 1842, erfolgte die feierliche Eröffnung am 18. Oktober 1863, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig.
Mit einer Höhe von 45 Metern und 29 Metern Durchmesser ist die Kuppelhalle der Befreiungshalle größer als das römische Pantheon.

1913 Kaiser Wilhelm II., Prinzregent Ludwig (ab 5. November 1913 König Ludwig III. von Bayern) und die deutschen Bundesfürsten besuchen aus Anlass der 100-Jahr-Feier der Völkerschlacht bei Leipzig bzw. der 50-Jahr-Feier der Eröffnung der Befreiungshalle am 25. August 1913 Kelheim.

1933 Reichskanzler Adolf Hitler zelebriert in Begleitung von SA-Stabschef Ernst Röhm, Reichsführer SS Heinrich Himmler und des Reichsstatthalters in Bayern, Franz Ritter von Epp, am 22. Oktober 1933 auf der Befreiungshalle bei Kelheim eine "Befreiungsfeier".